So
05
Sep
2010
Gore Tex TAR Stage 1
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GoreTex Transalpine Run 1st Stage
Heute Samstag, 04.09.2010 war also die erste Etappe und ich war natürlich aufgeregt. Ich denke meinem Partner Pesche ging es nicht anders. Nach 8 Monaten des Trainings standen wir also pünktlich in Ruhpolding in Bayern und waren gespannt was da so auf uns zukommen sollte. Um 11:00 Uhr war „Anpfiff“ und die Karawane bestehend aus 250 angemeldeten Teams, einigen Sponsorenteams und den Streckenteams machte sich bei leichtem Regen auf den Weg.
Am freitäglichen Vorabend des Starts, nach den Anmeldungsformalitäten war ja bereits ein Begrüßungsabend im Kurhaus in Ruhpolding, bei dem ein großes Streckenbriefing stattgefunden hatte. Hier konnte man bereits einen kleinen Eindruck von der hervorragenden Organisation durch die Veranstalter gewinnen. Man gibt sich von den „Machern“ des Laufes auch nicht die kleinste Blöße. Alles ist penibelst geplant und durchorganisiert. Man hört auch immer noch die Furcht mitschwingen die die Vorfälle am Zugspitzlauf in der Szene ausgelöst haben. Hier gewinnt man jedenfalls den Eindruck, daß der Veranstalter während des Rennverlaufes keinerlei Risiko eingehen will und auch wird. Beeindruckend ist auf alle Fälle auch die Präsentation der Veranstalter auf der Bühne. Beim Einmarsch der Nationen ist jetzt schon eine gewaltige Stimmung in der Halle.
Aber wieder zurück zum Rennen – der ersten Etappe.
Da Pesche und ich ja Rookies sind – wer hätte schon gedacht, daß sich Pesche in seinem Alter noch mal Rookie nennen darf – sind wir schon auf diesen Streckenabschnitten sehr diszipliniert unterwegs. Aber wir gewinnen im Laufe dieses Tages auch den Eindruck, daß wir nicht die einzigen sind. Im Gegensatz zu so manchen anderen Veranstaltungen, dürfte hier auch unter den Teilnehmern das Motto „Sicherheit zu erst“ hoch gehandelt werden. Ob ich richtig liege, werden die nächsten Tage ja zeigen.
Nach einem langen Anlauf durch die Wälder um Ruhpolding führt uns der erste Anstieg – vorbei am wunderschönen Staubfall (oder besser unten durch) auf die Winkelmoosalm. Zu dieser Zeit waren wir dann auch schon im heiligen Land!!!!!! Danach folgte ein weiterer Anstieg auf die Kammerköhralm, den Kulminationspunkt der Strecke am heutigen Tag. Man muß hier erstens sagen, daß es wunderbare Hochalmen waren über die wir hier laufen durften, daß es zweitens leider wegen der Wolken wenig Panoramen zu sehen gab, daß es drittens ein sehr matschiges und deshalb kräfteraubendes Terrain war und daß ich viertens die Herren und Damen, welche die Skipisten bauen doch mal ins Gebet nehmen müßte. Fünftens und abschließend zu diesem Streckenabschnitt ist zu sagen, daß ich mitten im Nebel auf einmal das Lied „Run to the Hills“ von Iron Maiden zu hören bekam. Ein Begleitteam des Veranstalters hatte wohl denselben Musikgeschmack wie ich vor 20 Jahren.
Dann ging es auch schon wieder 800HM Abstieg ins Tal nach Waidring und von hier aus entlang von Bächen bis nach St. Ulrich am Pillersee. Diesen Abschnitt bestritten wir schon zu dritt, da unser Edelfan – meine bessere Hälfte – uns mit dem Rad erwartete und uns die letzten 6 Kilometer des Weges begleitete.
Als wir nach fast genau 5 Stunden dann das Ziel erreichten waren wir eigentlich noch sehr gut gelaunt und voller Tatendrang. Allerdings vertrieb uns ein ordentlicher Regen ins Quartier und wir hatten dann nur wenig Zeit bis zur erneuten Pasta-Party und Racebriefing. So und jetzt ist es 21:30 Uhr. Ich sitze in einer fast leeren Turnhalle und schreibe meinen blog. Hoffentlich falle ich nicht vorne über auf die Tastatur ;-)
P.S.: Die landschaftlichen Highlights des heutigen Tages (ohne sie wegen des Wetters gesehen zu haben hießen wie folgt: Hirschlacke, Prügelbergkopf, Saurüsselkopf, Kopfkrax, Froschsee, Sackgrabenalp und Prunzberg. No habe die Ehre………
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