am großen Priel
06-11-2010
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Es wurde noch einmal ein Tag Föhn vorhergesagt. Und unsere Christa hatte wieder mal recht. Diesen Tag nicht in der Natur zu genießen wäre unter fahrlässig einzustufen gewesen. Also sind Herr und Frau Jiri los und nach Hinterstoder. Frau Jiri ist höchst selbst bis zum Prielschutzhaus um dort die Sonne zu genießen und dann wieder ins Tal während Ihr Gatte - also Ich - auch in Hinterstoder beim Johannishof startend auf das Hochplateau im Toten Gebirge wollte. Bis knapp über das Prielschutzhaus war alles OK aber zwischen 1.600 und 2.200 müA war die Wolkendecke hartnäckig. Auf dem Weg dorthin begegnete ich noch einem Arbeitskollegen welcher bereits wieder im Abstieg war und mir empfahl bis auf den Gipfel zu steigen. Zu diesem Zeitpunkt nicht mein Plan. Aber als ich mich durch die Wolkendecke durch gekämpft hatte und an der Brotfallscharte in die pralle Sonne geriet musste nachgedacht werden. Erstens Sturm: Also warme Bekleidung, erledigt! Zweitens: Höhe der Brotfallscharte ca. 250hm unter dem Gipfel, also doch rauf - wer weiß wann ich wieder hier herauf komme. Also auf den Gipfel und bei Sturmböhen einen vereisten Grat entlang. Aber so schlimm wie es sich anhört war es dann doch nicht. Man darf sich nur nicht vom Wind zermürben und aus der Ruhe bringen lassen. Aber zum sitzen bleiben hat das Wetter trotz der tollen Sicht doch nicht sehr eingeladen. Also bin ich wieder zurück zur nächsten Weggabelung und hinunter zum Fleischbanksattel. Auf diesem Weg war mir noch eine tolle Runde zwischen den bekannten Gipfeln des Toten Gebirges - z.B. Spitzmauer, Schermberg, Temlberg - sicher. Aber auf Grund der Bedingungen des Weges - wer kennt nicht die Probleme die rolliger Untergrund machen kann, die zahlreichen zu querenden Schneefelder - sowie einem kleinen Malheur welches meinem linken (eh schon beleidigten) Knie nicht zugute kam, war ich entsprechend langsam und konnte die angepeilte Pace nicht ganz halten. Ausserdem wäre es in den rutschigen Abstiegen grob fahrlässig gewesen schneller zu laufen. So war ich am Ende nach ca. 6 1/2 Stunden um fast 16:00 Uhr wieder wohl im Tal mit meiner lieben, besseren Hälfte vereint.
Ein toller Tag - wahrscheinlich der letzte in diesem ereignisreichen Sommer- bzw. Herbsttraining - war zu Ende gegangen.
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